TG 1908 Lispenhausen e.V.

Da simmer dabei, dat is priii-hiii-maaa … PDF Drucken E-Mail
  
Montag, 08. November 2010 um 07:36

In Rahmen ihrer Vorbereitung auf das Ziel Langdistanz-Triathlon (2012) sind die 3ender Hermann und Arnd am 3. Oktober in Köln beim „Marathon opp Kölsch“ gestartet.

 

So unterschiedlich die läuferischen Qualitäten der beiden sind, so unterschiedlich waren auch die Motivationen. Hermann, der bereits im Jahr zuvor einen Marathon in Dresden lief, wollte seine Zeit noch mal deutlich verbessern, strebte eine Zeit um 3:15h an. Arnd hingegen wollte sich hauptsächlich erstmal selbst die „Angst“ vor den 42km nehmen, aber nach Möglichkeit schon unter der 4h-Marke bleiben.

Sabine war die moralische Stütze der beiden – und hatte damit einiges zu tun…  ;-)

 Die drei erreichten Köln im tristen, leicht verregneten Grau – hm, Wetter könnte eigentlich besser sein. Zumal für den nächsten Morgen ja Sonne satt vorausgesagt war. Schaumerma…

Dann erstmal Startunterlagen holen, Marathon-Expo besuchen, Nudelparty in der Jugendherberge und dann – ENDLICH – das langersehnte Bier. Denn die beiden Läufer hatten sich in der letzten Zeit etwas in Verzicht geübt.

Danach zeitig ins Bett und hoffen, dass man bald einschläft. Denn am anderen Ende der Nacht warten 42km. 42km, die verdammt lang werden können…

Sonntag, 3. Oktober 2010 – die Sonne scheint! Kölle Alaf – die 3ender kommen!

Nach dem guten Frühstück und einer ebenso guten Entleerung (nicht unwichtig für einen Läufer!), konnte das Rennen endlich beginnen. Vor dem Start wurden die Läufer ordentlich angeheizt durch einen Moderator und richtig gute Musik.

Startschuß!

 


Hermann startete in der „blauen“ Gruppe gegen 11:40h.

Sofort nahm er sein angestrebtes Tempo auf und hielt das locker bis zur Halbmarathon-Marke durch. 1:37h - alles im Plan, weiter so! Irgendwo um km24 rum musste er jedoch mal kurz in die Büsche und danach kam er nicht mehr in den Tritt. Er brach förmlich ein. Das letzte Drittel des Marathons wurde somit für ihn zu einem Kampf. Die nächste Zwischenzeit bei km30 lag schon bei 2:26h. Ihm blieb damit nur noch die kleine Hoffnung zumindest unter 3:30h zu finishen. Doch es ging immer schlechter. 3:30h hatte er bei km40 – und gut zwei km lagen noch immer vor ihm. Im Ziel blieb die Uhr bei 3:42h stehen. Total entkräftet und enttäuscht schleppte er sich zur Dusche…


   

Für Arnd lief es etwas unspektakulärer – aber auch schmerzfreier. Gegen 12h ging die grüne Startgruppe auf die Strecke.  Er konnte fast durchgängig sein Tempo laufen und bis km35 verging die Zeit dabei fast wie im Flug. Danach wurde es dann aber schon „zäh“ – alles in allem aber machbar. Und so kam er nach 3:46h ins Ziel, erschöpft aber mit einem Lächeln.

 

Als herausragend muss wirklich die Stimmung am Straßenrand erwähnt werden! Wahrscheinlich auch dank des ausgesprochen guten Wetters, waren unendlich viele Menschen an der Stecke, feuerten an, riefen die Namen der Läufer, trommelten, sangen, jubelten den Läufern zu, machten LaOla… einfach genial! DAS war schon supermotivierend und sicher für Hermann wie für Arnd eine – wenn nicht die – entscheidende Hilfe.

Neben den am Ende doch recht passablen Platzierungen der beiden 3ender in der Gesamt- sowie in der Feuerwehrwertung bleibt somit festzuhalten:

 Einen Marathon kann man schaffen - sogar dann, wenn es einfach nur noch verdammt weh tut. Für einen 3ender ist DNF (=did not finish) keine Option!

 

Platzierung:

Gesamt-

Wertung

Altersklasse

M40

Feuerwehr-

Meisterschaft

Hermann

  880

248

13

Arnd

1048

286

14

 

Mental gestärkt durch diese Erkenntnis können sich die beiden Langdistanz-Aspiranten frohen Mutes auf ins neue Trainings- und Wettkampfjahr machen. Denn es gibt noch viel zu tun auf dem Weg zum Eisenmann…